© Jayrôme C. Robinet
27. Mai 2019
19:00 Uhr
Eintritt frei

„Mein Weg von einer weißen Frau zum jungen Mann mit Migrationshintergrund“

27. Mai 2019
19:00 Uhr
Eintritt frei

Am 27. Mai laden wir und Queernet Sie zu einer Buchvorstellung des Autors Jayrôme C. Robinet ein. Was ist männlich? Welche Unterschiede gibt es im Alltag von Männern und Frauen? Und was bedeutet es, wenn sich nicht nur das Geschlecht ändert, sondern auch die augenscheinliche Herkunft und das angenommene Alter? Der 1977 in Nordfrankreich geborene Autor gibt in seinem neuerschienenen Buch „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund“ (Hanser Berlin / 2019) besondere Einblicke und Antworten auf eben solche Fragen.

In seinem Buch erzählt Jayrôme C. Robinet seine Lebensgeschichte, die Geschichte eines Transmannes mit französisch-italienischen Wurzeln, der nach Deutschland migriert. Jayrôme hat früher als Frau in Frankreich gelebt, dann zieht er nach Berlin, beginnt Testosteron zu nehmen und erlebt eine zweite Pubertät.

Die Erfahrung von Jayrôme vergleicht die gesellschaftlichen Behandlung eines Mannes und den Umgang mit einer Frau und gibt somit Auskunft darüber, wie es um die Gleichberechtigung heute steht. Mitreißend erzählt er von seinem queeren Alltag und deckt auf, wie irrsinnig gesellschaftliche Wahrnehmungen und Zuordnungen oft sind. Jayrôme berichtet seine Erlebnisse und unternimmt eine messerscharfe Analyse der binär-geschlechtlichen Mehrheitsgesellschaft und ihrer Vorurteile.

Jayrôme C. Robinet ist es besonders wichtig, seine eigene Erfahrung von Gender-Diskriminierung und Rassismus in der richtigen Mischung von Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Humor mit seinem Publikum zu teilen. Er legt dar inwiefern die „ethnische Herkunft“ genauso ein Konstrukt wie „Geschlechterrollen“ ist und seine Geschichte kann für jeden einen weiteren Schritt in Richtung Toleranz bedeuten und eine Hilfe sein für die, die sich Identitätsfragen stellen würden.

Jayrôme C. Robinet wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Der Autor wird auch am Tag danach, am Dienstag, den 28. Mai, zum Abschluss des Europaforums der Studierenden ab 21.00 Uhr zu den Themen Europa, Sprache, Gender und Grenzen bei uns in Form eines Poetry-Slams seine Gedanken zum Ausdruck bringen.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

 

In Kooperation mit Queernet