© Veronika Sergl-Vahlenkamp
25. October 2017
19:00 Uhr
5.00 € / 3.00 € (ermäßigt)

LESUNG "WAS ICH GESEHEN HABE" (EMMANUEL BOVE)

Salon des Institut français
Schillerstraße 11A
55116 Mainz
25. October 2017
19:00 Uhr
5.00 € / 3.00 € (ermäßigt)

Der Schauspieler Moritz Stoepel liest aus Emmanuel Boves Erzählung "Was ich gesehen habe".

Am Mittwoch, 25. Oktober wird der Schauspieler Moritz Stoepl die Erzählung "Was ich gesehen habe" des französischen Schriftstellers Emmanuel Bove vorlesen.

Ein Schriftsteller schreibt einen Brief an einen Cher Monsieur, in dem er ihm von einer zutiefst verstörenden Beobachtung berichtet. Er hat gesehen, wie seine Freundin Henriette in einem Taxi einen Mann geküsst hat. Hin- und hergerissen zwischen dem Glauben an die Liebe Henriettes, die überzeugend ihre Unschuld beteuert, und der Gewissheit, dass das, was er gesehen hat, die Wahrheit ist, wird die Szene im Taxi zu einer idée fixe, die die Grundfesten seiner Existenz erschüttert.

Es kann nur eine Wahrheit geben, aber welche? Die Entscheidung über diese Frage ist dem Leser des Briefes überlassen. Das raffinierte Vexierspiel, das der Autor Emmanuel Bove mit dem Leser treibt, ist zugleich eine Reflexion über Wahrheit und Wahrhaftigkeit der Literatur.

Emmanuel Bove wird 1898 als Sohn eines russischen Juden in Paris geboren. Mit seinem ersten Roman "Mes amis", der bereits als Meisterwerk gilt, gelingt ihm 1824 der literarische  Durchbruch. Trotz seines Erfolges setzt er nie einen Fuß ins Rampenlicht der literarischen Öffentlichkeit: „Er versuchte, übersehen zu werden, so wie andere versuchen, bekannt zu werden“, erinnert sich sein Freund Philippe Soupault. Bis zu seinem Tod im Juli 1945 schreibt Bove 23 Romane und über 30 Erzählungen. Nach dem Krieg in Vergessenheit geraten, gilt Bove heute als großer Außenseiter der französischen Moderne.

Der Sprecher Moritz Stoepel ist Schauspieler, Musiker und wirkt als Sprecher in Produktionen für Hörfunk und Fernsehen. Als vielseitiger Solokünstler tritt Moritz Stoepel seit Jahren auch mit eigenen literarisch-musikalischen Theaterprojekten auf.

Der Golden Luft Verlag wurde im September 2016 gegründet. Sein Augenmerk gilt den Verschollenen, Vergessenen und Randständigen, aber auch neu und wieder zu entdeckenden Autorinnen und Autoren.Verlagssitz ist die älteste Buchbinderei der Stadt Mainz. Sie liegt in der Goldenbrunnengasse an der Ecke zur Goldenluftgasse, die Friedrich Rückert 1816 in seinem Gedicht „Die goldne Luft“ besungen hat – als einzige Straße der Stadt, die im 17. Jahrhundert von der Pest verschont blieb.

Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Salon des Institut français Mainz

Eintritt: 5€ / erm. 3€

Diese Lesung ist eine Kooperation mit dem Golden Luft Verlag (www.golden-luft.de).

Im Rahmen von Frankfurt auf Französisch - Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017

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Mittwoch 25 Okt 2017 - 19:00